Laos: Von Luang Prabang über Vang Vieng nach Vientiane

Laos ist anders als seine Nachbarn Vietnam, Kambodscha oder auch Thailand. Im Gegensatz zu diesen Ländern glänzt das Juwel am Mekong mit Tradition und Ruhe. Die Ursprünglichkeit des Landes spiegelt sich auch in der Infrastruktur wieder. Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten lassen sich nur schwer erreichen.

Von Luang Prabang nach Vang Vieng.

10.02.2013 mit mehreren gleichgesinnten nehmen wir den Minibus von Luang Prabang nach Vang Vieng. Es kommt so wie wir uns es vorgestellt haben, unser Minibus ist natürlich total vollgestopft und überladen, so dass unsere Höchstgeschwindigkeit bei 60 km\h und die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 25 km\h liegt, vor allem bergauf ist man zu Fuß schneller als unser Minibus. 

Wir brauchen für die 190 Kilometer auch nicht wie vorgesehen 6 Stunden sondern 8 Stunden, aber darauf sind wir schon eingestellt. Die Fahrt durch die Berge ist wunderschön aber auch abenteuerlich,  halt ein wirkliches Erlebnis.

Vang Vieng

ist eine Kleinstadt in der Provinz Vientiane, die Stadt liegt mitten in einer Karstlandschaft. Bis vor zwei Jahren fielen jährlich fast 120.000 jugendliche über das Provinzstädtchen her. Aus den unzähligen Discos schallte Tag und Nacht Partymusik. Whisky mit Cola oder Energydrinks gab es gleich aus Plastikeimern. Marihuana, halluzinogene Pilze und Opiumpfeifen waren an jeder Ecke zu bekommen. Nachdem es 2011 in Folge des Exzesses 26 Todesfälle gab, bereitete die Provinzregierung dem ein Ende.


Seitdem hat sich Vang Vieng geändert, langsam fließt das Wasser des Nam-Song-Flusses durch Vang Vieng. Kinder werfen Angeln aus. Frauen schieben ihre klapprigen Fahrräder über die alte Holzbrücke. Sie kommen von der Arbeit auf den Reisfeldern, während hinter den wildromantischen Karstfelsen blutrot die Sonne untergeht.


Hahnenkampf in Naka

Ich habe von unserem Vermieter erfahren das in Naka einem Dorf in den Bergen Hahnenkämpfe stattfinden, dass will ich mir anschauen. Die Straße in das 20 Kilometer von Vang Vieng gelegene Naka ist schlecht, ich muss sogar einen kleinen Fluss mit meiner Honda durchfahren und mehr als einmal denke ich, dass ich mich verfahren habe. Aber nach fast zwei Stunden habe ich es endlich geschafft und bin sofort von diesem Spektakel fasziniert.


Als Hahnenkampf bezeichnet man einen Wettbewerb, bei dem zwei Hähne in einer Arena oder auf einem Kampfplatz aufeinander losgelassen werden. Gewöhnlich wird bei einem Hahnenkampf auf dessen Ausgang gewettet. Eines der beiden Tiere unterliegt, wenn es nicht mehr kämpft, schwer verletzt ist oder stirbt. In vielen Staaten sind die Kämpfe aus Gründen des Tierschutzes oder wegen Wettverboten untersagt, in Südostasien, Mittel- und Südamerika ist der Hahnenkampf hingegen eine traditionelle und populäre Sportart.

Der Hahnenkampf selbst beginnt mit dem Einsetzen der Hähne in die Arena. Durch das natürliche Revierverhalten beginnen die Hähne gewöhnlich selbständig mit dem Kampf. Zur zusätzlichen Aufstachlung und Provokation der Hähne werden sie manchmal vorher in Käfigen eng zusammengehalten. Vorher verabreichte schmerzlindernde Mittel können den Kampf auf bis zu zehn Minuten verlängern. In manchen Gegenden ist es auch üblich, die Hähne mit künstlichen, messerscharfen Sporen zu bewaffnen. Wenn eines der beiden Tiere unterliegt, das heißt wenn es nicht mehr kämpft, schwer verletzt ist oder stirbt, ist der Kampf beendet. Nach dem Kampf werden Wettgewinne gefeiert, weshalb sich an den eigentlichen Kampf meist ein soziales Zusammensein anschließt.


14.02.2013, unser letzter Sonnenuntergang in Vang Vieng, morgen fahren wir in die Haupstadt nach Vientiane.

Busfahrt nach Vientiane

Vientiane war schon um das Jahr 1000 unserer Zeitrechnung besiedelt. Im Jahr 1520 wurde es zur Hauptstadt des Königreichs Lan Xang ernannt. Verglichen mit den Hauptstädten anderer Südostasiatischer Länder macht Vientiane eher den Eindruck eines Provinzstädtchens.


 Es ist vor allem die ganz besondere Atmosphäre hier, die den Ort für viele so anziehend macht. Zu sehen gibt es nicht viel, ein paar wenige Monumente, und zum Teil schön renovierten Bauten aus der französischen Kolonialzeit. Den Abend genießen wir bei einem kühlen Beerlao den Sonnenuntergang am Flussufer des Mekong und wundern uns wie wenig Wasser dieser hat.

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