Kambodscha: Angkor Wat und Angkor Tom, ein Traum wird wahr

Am 14.02.2013 geht es wieder weiter, wir fliegen mit einer ATR 72-500 der Lao Airlines von Vientiane mit Zwischenlandung in Pakse nach Siem Reap. Wir haben von Travelern schon viel schlechtes über diese staatliche Fluggesellschaft gehört aber wie so oft stellt sich heraus, alles Quatsch. Die Maschine ist pünktlich, der Service gut und so kommen wir gesund und munter in Siem Reap an.

Siem Reap

Schon lange wollen wir nach Siem Reap aber immer ist etwas dazwischen gekommen, aber dieses Jahr schaffen wir es und nehmen uns eine Woche Zeit.

Arun unser Fahrer holt uns fünf Tage morgens mit seinem Dreirad ab und wir erkunden dieses Weltkulturerbe. Die Tempelanlagen gehören zu den großartigsten Bauwerken die die Menschheit errichtet hat. Die größte Anlage auf dem ca. 200 km² großen Gebiet mit seinen mehr als 900 Gebäuden aus der Zeit der Khmer ist Angkor Wat. Die Größe, die Schönheit und Erhabenheit dieser riesigen Anlage beeindruckt uns sehr. Der bis heute größte sakrale Bau der Welt dient noch immer als buddhistischer Tempel und ist nicht nur Sehenswürdigkeit, sondern eine Pilgerstätte für Mönche.

Sonnenaufgang über Angkor Wat.

Unbedingt sollte man einen Sonnenaufgang am Angkor Wat Tempel erleben, Arun holt uns morgens um 5:00 Uhr ab. Wir hassen dieses frühe aufstehen, aber Arun hat uns nicht zu viel versprochen, es ist ein ganz besonderes Erlebnis welches wir nie vergessen werden, danke Arun.

Angkor Wat: Vom Hinduismus zum Budismus.

Eine Brücke führt uns über den 200 m breiten Wassergraben zur äußeren Mauer. Hier lebte der Hofstaat, unglaubliche 15000 Menschen arbeiteten hier während der Blütezeit Angkors. Viele der Bauten wie die Bibliothek sind noch erhalten. Den Tempel erreichen wir nach Durchquerung des Stadttors, er wurde Mitte des 12. Jahrhundert als Mausoleum für König Suryavarman den 2. erbaut. Angkor Wat symbolisiert den heiligen Berg Kulen, auf dem nach hinduistischem Glauben die Götter leben.

Während der Erbauung war der Hinduismus die Staatsreligion der Khmer, erst Jahrhunderte später wurde der Buddhismus Staatsreligion in Kambodscha. Neben der Größe und der Bautechnik, der gesamte Tempel wurde ohne Zement aus Sandstein erbaut, beeindrucken in Angkor Wat vor allem detailreichen Reliefs an den Wänden, sie erzählen von der Geschichte und Kultur der Khmer. Für die Besichtigung Angkor Wats haben wir uns zwei Tag Zeit genommen

Angkor Thom: Hauptstadt der Khemr.

Nachdem wir uns Angkor Wat zwei Tage angeschaut haben, bleiben uns noch drei Tage um vor allem Angkor Thom die Hauptstadt der Khmer zu erkunden. Neben dem riesigen Tempel von Angkor Wat steht die ehemalige Hauptstadt Angkor Thom, hinter einer Stadtmauer mit einer Länge von 3 x 3 km. Unzählige Tempel die mehr oder weniger gut erhalten gut erhalten sind warten nur darauf von uns entdeckt zu werden.

Highlights von Angkor Thom sind der Bayon Tempel mit dem Antlitz König Jayavarmans, die Elefantenterrasse und der Tempel Ta Prohm, der quasi mit dem Dschungel verwachsen scheint.


Ein echtes Erlebnis ist es einen Sonnenuntergang an einem stillen Fleckchen der riesigen Tempelanlage zu erleben. Für die Besichtigung von Angkor Thom und weiteren Tempelanlagen haben wir drei Tage gebraucht.

Siem Reap

ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, der Name bedeutet wörtlich Ort der Niederlage der Siamesen und bezieht sich auf einen Sieg der Khmer über das Heer des Thai-Königreiches Ayutthaya im 17. Jahrhundert. Bekannt ist sie wegen der nahe gelegenen Tempelanlagen. Natürlich übernachten wir wie in dieser Stadt und in den zwei Tagen die uns noch bleiben zeigt uns Arun die Umgebung von Siem Reap.

Abends schlendern wir auf dem Weg zu unserem Stammrestaurant durch die von Touristen überlaufene Innenstadt. Sieben Abende haben wir bei den Eltern von Aailyah gegessen und jeden Abend wurden wir durch die siebenjährige bedient, danke Aailya, danke für deine lebenslustige und freundliche Art. Morgen früh fahren wir mit dem Taxi nach Bangkok, man hat uns vor dem Landweg nach Bangkok gewarnt aber wie immer wird es wohl nicht so schlimm werden, hoffen wir.

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Kommentare: 2
  • #1

    Sigrid (Montag, 22 Februar 2016 17:47)

    Hallo Ihr zwei bin begeisterte Reisefrau und bin von Euren Fotos mehr als beeindruckt und sehr neidisch! Bin in jungen Jahren auch viel gereist nun bin ich alleinerziehende Mutter u würde gerne meiner Tochter einiges von der Welt zeigen, doch leider sind es immer die Schulferien wo es die Zeit erlaubt . Nun meine Frage ich würde auch gerne Kambotscha besuchen doch scheue ich die Regenzeit. Ihr ward im Feb. Könnt ihr einen Tip geben wohin wenn man nicht absaufen will. Danke im voraus.

  • #2

    Wolfgang Schriddels (Montag, 22 Februar 2016 20:08)

    Liebe Sigrid,
    Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit. Die kambodschanische Trockenzeit fällt in den Zeitraum von Dezember bis März. In dieser Zeit bringt der Nordostwind trockene Kontinentalluft über das Land, was dazu führt, dass die Luftfeuchtigkeit bei weniger als 50% liegt. Die Tagestemperaturen erreichen im Dezember ihren Tiefststand mit ca. 26°C. Die Monate Dezember und Januar sind daher die beste Reisezeit und die Luftfeuchtigkeit und das Klima sind dann für Europäer erträglich. Ab März steigen die Temperaturen allmählich an und erreichen bis April Höchstwerte von bis zu 40 Grad bei extremer Luftfeuchtigkeit von bis zu 90%. Erst der Südwestmonsun bringt ab Ende April die ersehnten Regenfälle und damit Abkühlung.  Die Regenzeit dauert bis Ende Oktober / Anfang Dezember. Zwischen dem Norden und dem Süden Kambodschas gibt es nur geringfügige Unterschiede im Klima, allerdings ist es in den Wintermonaten im Norden etwas kühler. Im beliebtesten touristischen Gebiet um Siem Reap mit Angkor Wat ist es ganzjährig heiß.