Italien: Wohnmobilreise nach Neapel, Sorent, Paestum & an die Amalfiküste

Wer von Amalfi ins Paradies kommt, für den bleibt alles beim Alten, so ein italienisches Sprichwort. Und tatsächlich: Die Amalfiküste südlich von Neapel verschlägt einem mit ihrer Schönheit glatt die Sprache. Kein Wunder, die „göttliche Küste“ genannte Amalfitana begeistert mit atemberaubenden Kurven und Ausblicken, steil abfallenden Hängen und engen Dorfgassen. Wobei es auch zwischen den Dörfern eng wird, denn die rund 40 Kilometer lange Strecke ist stellenweise so schmal, dass zwei Autos nur haarscharf aneinander vorbei passen. Aber für uns Motorradfahrer ist diese, sich an der Steilküste entlang schlängelnde Bergstraße SS 163 die schönste Straße der Welt. Aber auch Neapel, Sorent, Pompeji oder die Insel Capri haben uns begeistert, hier wollen wir noch mal hin, ganz bestimmt.....

Camping Santa Fortunata Campogaio

In den Campingplatz Santa Fortunata Campogaio haben wir uns sofort verliebt. Er verfügt über große schattige Stellplätze für Wohnmobile mit einem unglaublichen Panoramablick auf den Golf von Neapel, den Vesuv und der nahen Stadt Sorrent. Der Platz befindet sich nur 2 KM vom Zentrum entfernt und ist sehr gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden.  

Amalfiküste

Das überwiegend autofreie Städtchen mit seinen an steilen Hängen thronenden, farbenfrohen Häusern zieht sich wie ein Amphitheater den Berg hinauf und besitzt eine beinahe magische Ausstrahlung, das liegt an der erhabenen Lage über dem Meer. Das Aufbrechen wird zusätzlich durch die Angebote köstlichen Limoncellos erschwert und nur durch die Aussicht erleichtert, von der die Costiera Amalfitana auch im weiteren Verlauf viel zu bieten hat. Pinien und zypressengesäumte Hänge, steile Felspassagen und Fischerdörfchen, deren Häuser sich wie Schwalbennester an den Berg klammern. Dazwischen schlängelt sich immer wieder ein Pfad hinunter ans türkis schimmernde Meer.

Bei Positano geht es mit der Küstenstraße erst richtig los, wobei die Felswände nicht nur nach unten nahezu senkrecht abfallen, sondern auch oberhalb der waghalsig in den Stein geschlagenen Straße. Nach aufregenden Kurven die wir mit unserer kleinen Honda genossen haben, kommt ein Päuschen oberhalb von Positano, dem Hauptort an der Amalfitana. 

Amalfi, die 840 gegründete Seerepublik, wo unbedingt der Dom Sant’Andrea besichtigt werden sollte und die gemütliche Trattoria Caravella, die uns mit exzellenten Fischgerichten und guten Weinen in Verzückung bring. Gestärkt verlassen wir dann die Küstenstraße und fahren vorbei an Zitronenhainen und Weinbergen, hinauf bis in das nicht weit entfernte, aber 350 Meter über dem Meer befindliche Bergdorf Ravello.Seine Berühmtheit verdankt der Ort vor allem den von Legenden umrankten Gärten der Villa Rufolo. Dort hat Richard Wagner Klingsors Garten für sich entdeckt als er seinem Parsifal komponierte.

Paestum

Wieder zurück an der Küstenstraße wird diese rasch weniger kurvenreich, doch auch wenn das große Spektakel nun vorbei ist, lohnt sich die Weiterfahrt über Salerno nach Paestum, wo sich auf italienischem Boden ausnahmsweise mal griechische Tempel besichtigen lassen können. Und zwar richtig große. Die dorischen Ruinen stammen aus der Zeit zwischen 750 und 450 vor Christus, als hier griechische Siedler lebten.

In der Ausgrabungsstätte sind großartige Tempel, Häuser und Theater aus vorchristlicher Zeit zu sehen. Aber nicht nur das: Im angegliederten Archäologischen Museum werden interessante Fundstücke aus der Umgebung von Paestum ausgestellt, unter anderem das berühmte Grab des Tauchers (Tomba del Tuffatore). Die Eintrittskarte in die archäologische Stätte beinhaltet auch den Eintritt in das Archäologische Museum.

Wenn auf Capri die rote Sonne im Meer versingt

Am Südende der traumhaften Insel findet man alles was Capri ausmacht: Steile Felsen, blaues Meer und eine Vegetation die uns fast wie in den Tropen vorkommt. 

In den 1950er Jahren feierte der deutsche Schlager "Die Capri Fischer", den Sonnenuntergang auf der Insel. Der weltweite Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, und machte so den Sonnenuntergang und die Insel Capri zu einem Reiseziel von denen damals viele Deutsche träumten, im Jahr 2013 ist dieser Traum noch immer eine Reise wert.


Pompeji

Doch auch die alten Römer interessieren uns und so fahren wir am nächsten Tag die ca. 50 km von unserem Campingplatz in Sorrent in Richtung Neapel, aber heute peilen wir Pompeji an. In seiner etwa sieben hundertjährigen Geschichte wurde Pompeji von Oskern, Samniten, Griechen, Etruskern und Römern bewohnt und geprägt.

Bei einem Ausbruch des Vesuvs wurde die Stadt im Jahre 79 verschüttet, dabei weitgehend konserviert und im Laufe der Zeit vergessen. 

Nach ihrer Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert begann die zweite Geschichte der Stadt, in deren Verlauf Pompeji zu einem zentralen Objekt der Archäologie und der Erforschung der antiken Welt wurde. Pompeji, eine der am besten erhaltenen antiken Stadtruinen, wurde zu einem bekannten Begriff.

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Kommentare: 2
  • #1

    Caastagnaro Parking (Donnerstag, 25 September 2014 15:33)

    ein Gruß für Sie von Napoli
    http://www.castagnaroparking.it/

  • #2

    Judith (Donnerstag, 16 März 2017 12:07)

    Vielen Dank für den interessanten Reisebericht, der mich die Amalfiküste noch einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel erleben lässt. Ich bin sehr beeindruckt, dass Sie die Amalfitana im Wohnmobil bewältigt haben. Mir sind die Straßen schon in einem gewöhnlichen PKW viel zu eng zum fahren :-)