Oman: Das Ras Al-Jinz Schildkröten Reservat

Bei Ras-Al-Jinz, das ca. 60 km südlich von Sur, an der Ostküste des Oman liegt, befindet sich einer der weltweit wichtigsten Brutplätze für Meeresschildkröten. Jedes Jahr kommen hier Tausende von Schildkröten an Land, um ihre Eier zu legen. In Oman kommen fünf der sieben Arten von Meeresschildkröten vor. Es sind: die Grüne Schildkröte, die Schafskopfschildkröte, die Karettschildkröte, die Olive Ridley Meeresschildkröte, und die Ledernacken-Schildkröte.

Das Ras Al-Jinz Schildkröten Reservat

Bis vor einigen Jahren war selbst an diesem Strand das Campen noch erlaubt, was dazu führte, dass immer weniger Schildkröten kamen. Doch nun sind der Strand und mehrere umliegende Buchten geschützt. Eintritt gibt es nur über das örtliche Naturschutz-Zentrum.

Durch den Sand ziehen sich Schildkrötenspuren die aussehen wie eine Panzerspur, jede Nacht kriechen Schildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen. Man fühlt sich als Eindringling, wenn man das Reptil von hinten mit einer Taschenlampe anleuchtet und bei dem so schwierigen Akt beobachtet. Doch das Schauspiel ist einmalig, Ei um Ei quetscht diese dicke Dame, eine grüne Meeresschildkröte aus sich heraus.


Wir sind schon zum zweiten mal hier um das einmalige Schauspiel zu bewundern. Jede Nacht dürfen kleine Gruppen zum Strand wandern, still laufen wir hinter unserem Ranger her. 

Mit mütterlicher Fürsorge schaufelt sie anschließend mit den Hinterflossen die Eier zu und das in einem Alter von ca. 50 Jahren. Bis zum schlüpfen der Jungen vergehen 55 Tage, dann beginnt ihr meist aussichtsloser Kampf gegen den Tod. Von eintausend Schildkröten überleben nur drei erzählt uns der Ranger. Mit großer Sorge beobachten wir ein Schildkrötenjunges das sich hastig ins Meer kämpft, aber von den Wellen immer wieder an Land geworfen wird. Morgen ist nur vielleicht gilt auch für Schildkröten.

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