Myanmar: Reise zu den Paoh und nach Kakku

Wald, nichts als Wald gab es vor Uhrzeiten in dem heutigen Gebiet der Pagodenanlage und in diesem Dschungel lebte ein riesiger wilder Eber. Eines Tages wuchs an dieser Stelle eine Goldene Bambussprosse, für die ansässige Bevölkerung war dies ein Zeichen hier eine Pagode zu errichten und dabei half ihnen der große Eber. Wet heißt Eber, Ku heißt Hilfe, aus Wet Ku wurde im Laufe der Zeit Kakku.....

Reise zu den Paoh und nach Kakku

Bis zum Jahr 2001 führte die Paoh National Organisation ( PNO ) einen Guerilla-Krieg gegen die Militärjunta, um ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Im Jahr 2001 schlossen die Militärregierung und die PNO endlich einen Waffenstillstand, seit dem ist es Ausländern erlaubt, dieses religiöse Zentrum der buddhistischen Paoh zu besuchen. Allerdings benötigt man immer noch eine Erlaubnis und einen Paoh Guide der Regionalregierung in Taunggyi. Aber der Aufwand lohnt sich, denn noch immer finden wenige Touristen den weiten Weg, so das man die Stupas fast für sich alleine hat.

Bei Vollmond leeren sich die Dörfer, und für drei Tage errichten die Menschen eine kleine Stadt aus Zelten und Marktstände rund um Kakku ­Natürlich ist das Vollmondfest reli­giös, zwischen den Pagoden opfern die Paoh Kerzen und Räucherstäbchen für Buddha. Drum herum aber geht es lustig zu, mit Gesängen und Tanz bis spät in die Nacht. Das Fest ist Treffpunkt für die umliegenden Dörfer und ein Heiratsmarkt.

Mehr als 2000 Pagoden recken sich in Kaku auf etwa einem Quadratkilometer in den Himmel. Die Legende geht auf das 3. Jh. v. Christus bis zur Regierungszeit von König Ashoka und auf das 11. Jh. zur Bagan Periode zurück. Im östlichen Teil der Anlage gibt es eine Bronzeglocke aus dem Jahr 1155 (Myanmar Zeitrechnung) welches ungefähr dem Jahr 1793 entspricht. In einer alten Schrift die in Nyaungshwe aufbewahrt wird, wird König Ashoka als Bauherr der größten Pagode genannt.

Kakku erinnert sehr an die Anlage von Indein. Im Vergleich dazu ist Kakku mit mehr Stuppas etwas größer und in einem besseren Zustand. Das Areal von Kukka ist 306 m lang und 150 m breit. Vom Haupteingang im Westen führt ein Weg auf den größten Stupa zu. Innerhalb der Mauer stehen 2480 kleinere Stuppas, angeordnet in parallelen Reihen. Sie haben verschiedene Formen, zwei Haupttypen fallen einem sofort auf. Da ist der Typ mit einem quadratischen Grundriss, einem quadratischen Baukörper und einer Nische an jeder Seite, in der früher Buddhastatuen standen. Der andere Typ hat einen gestuften Körper auf einer rechteckigen Basis und einem schrägen Dach. Beide Typen sind zwischen 3 m und 8 m hoch und stehen dicht beieinander nur durch enge Wege getrennt. Die Stuppas wurden zwischen 1874 und 1983 errichtet.


Auch wenn der Weg vom Inle Lake weit ist und die Straßen noch in einem sehr schlechten Zustand sind (wie in ganz Myanmar) sollte man Kakku unbedingt besuchen. Kakku ist wunderbar und hat uns sehr gefallen vor allem in den späten Nachmittagsstunden ist es durch sehr schöne Lichtverhältnisse beeindruckend und wunderschön.

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