Kanada & Alaska: Hyder, der Salmon Gletscher und viele Bären

Von Prince Rupert fahren wir die 400 km bis Meziadin Junction. Hier zweigt der Highway 37 nach Stewart und Hyder ab. Der Abstecher lohnt sich, in etwas mehr als einer Stunde fahren wir den Asphaltierten Highway bis Stewart und schon unterwegs sehen wir die ersten Bären am Straßenrand. Aber nicht nur wegen der Bären lohnt sich der weite Weg, dann da ist natürlich noch der 5. größte Gletscher Nordamerikas, der spektakuläre Salmon Gletscher.

Kanada & Alaska: Der Salmon Gletscher und viele Bären

Hyder Alaska

Hyder in Alaska, dessen Einwohnerzahl bei ca. 80 liegt, ist ein Unikum. Im äußersten Südosten Alaskas gelegen, ist es der einzige Ort der USA, in den man aus dem Ausland ohne Kontrollen durch Einwanderungs- oder Zollbehörden einreisen kann. Drei km hinter dem Nachbarort Stewart in der Provinz British Columbia verläuft die Grenze. 

Ein einsamer Kanadischer Zöllner winkt uns durch, Hyder ist nur von Kanada aus zugänglich, wir müssen also wieder den gleichen Weg zurück. Dort, wo der Highway 37A sich von einer Asphaltstraße in eine unbefestigte Piste verwandelt, beginnen Hyder, Alaska und die USA, 14 Km später ist man auf dem Weg zum Salmon Gletscher wieder in Kanada.

Der Salmon Gletscher

Die Straße, nein ein Feldweg der schlechtesten Sorte endet nach 50 Km im Nirgendwo. Nachdem wir alle verlassenen Minen samt der einst gigantischen Granduc Copper Mine passiert haben, bleibt nur der großartige Ausblick auf die monumentalen Berge und Gletscher der nördlichen Coast Mountains. 

Und Mittendrin dann dieser Anblick, der Salmon Gletscher immerhin der fünftgrößte Gletscher Nordamerikas, kriecht auf einer Höhe von ca.1250 Meter im Zeitlupentempo um die Gipfel talwärts, zergeht dort und fließt als Salmon River in den Portland Canal. Es ist faszinierend diesen Gletscher von weit oberhalb wie aus dem Flugzeug zu bestaunen, wir können uns von diesem Anblick kaum trennen, so schön ist es hier oben.

Die Bären von Hyder.

Wenn es die Chance gibt Bären zu sehen ist Barbara nicht zu halten und wer muss leiden? Um 6:00 Uhr nach einem schnellen und kargen Frühstück müssen wir los. Aber wie so oft ist es die schönste Zeit des Tages wenn sich der Nebel lichtet und die Bären auf der Bildfläche erscheinen. Es ist einer dieser Morgen die man nie vergisst.

Wenn von Juni bis September die Lachse den Salmon River flussaufwärts zu ihren Laichplätzen streben, versammeln sich an Flüssen und Bächen Grizzlybär und Schwarzbären, um sich mit den fetten Happen das Polster für die Winterruhe anzufressenen. Selbst der seltene Kermode- oder Geisterbär, eine weiße Unterart des Schwarzbären, ist dort beheimatet.

Und mit Lachsen und Bären strömen auch die Touristen in die Stadt. Im Jahr 2000 zerfetzte ein Braunbär einen Touristen aus Ketchikan, deshalb wurde vom Tongass National Forest Service eigens eine hölzerne Beobachtungsplattform gebaut, von der aus wir das große Fressen beobachten.


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Kommentare: 1
  • #1

    usuvo (Mittwoch, 03 September 2014)

    Gletscher, Bären...................was Ihr so alles seht und erleben könnt..........ein Traum - mein Traum. Ich freu' mich, dass ich bei Euch "mitreisen" kann und wünsche Euch weiter eine schöne Reise!
    Viele Grüße - Ursula