USA: Die Cascade Range

In dieser wunderschönen Gebirgskette befinden sich einige der interessantesten Vulkane Nordamerikas. Schon 1999 haben wir den Mount St. Helens besucht, doch dieses mal nehmen wir uns mehr Zeit und durchfahren die Kaskadenkette von Washington bis ins Nördliche Kalifornien. Die Kaskadenkette ist eine 1130 Km lange Gebirgskette, die sich vom Süden von Britisch Columbia bis nach Nordkalifornien erstreckt, wo sie in die Sierra Nevada übergeht. 

Die Cascade Range

entstand, als vor 70 Millionen Jahren die Nordamerikanische mit der Pazifischen Platte kollidierte. In der Subduktionszone hoben sich mehrere Hochgebirge in Nord-Süd-Richtung empor, darunter die Kaskadenkette. Der Sommer in der Cascade Range und der Sierra Nevada ist kurz. Viele Straßen bleiben bis Juni geschlossen und sind Ende September bereits wieder verschneit. Und so nutzen wir die ersten zwei Wochen im September um majestätischen Vulkane zu entdecken. Hier oben, weit weg von den Metropolen wandern wir in den National Parks, besteigen Vulkane und umrunden wunderschöne Seen, es regiert allein die Natur.

Mount Rainier

Der Mount Rainier ist ein Schichtvulkan und Zentrum des Mount-Rainier-Nationalparks 87 km südöstlich von Seattle im Pierce County, US-Bundesstaat Washington. Mit 4.392 Metern ist er der höchste Gipfel der Kaskadenkette und des Bundesstaats Washington. Vor etwa 2500 bis vor 2000 Jahren veränderte eine Reihe von Ausbrüchen das Bild des Mount Rainier. 

Die letzte aufgezeichnete Eruption fand zwischen 1820 und 1854 statt, es gibt aber Augenzeugenberichte über mehrere Ausbrüche im späten 19. Jahrhundert (Harris, 1888). Obwohl zur Zeit die Gefahr eines Ausbruchs nicht besteht, rechnen Geologen ihn zu den schlafenden Vulkanen und gehen davon aus, dass der Vulkan wieder ausbrechen wird.

Der Mount Adams

ist ein Schichtvulkan und nach dem Mount Rainie mit 3743 Metern der zweithöchste Berg im pazifischen Nordwesten der USA. Mount Adams befindet sich im abgelegenen Wildnisgebiet des Gifford Pinchot National Forest, etwa 56 Kilometer östlich des Vulkan Mount St. Helens. Der Vulkanismus im Gebiet des Mount Adams begann vor rund 940.000 Jahren. Bis heute lassen sich etwa zwei Dutzend explosive Eruptionen im Gipfelbereich und an Seitenkratern nachweisen.

An den Flanken in einer Höhe zwischen 2.100 und 2.600 Metern befinden sich sechs Lavaströme, wobei der mächtigste vor 7000 bis 4000 Jahren entstand und einige eine Länge von über zehn Kilometern erreicht. Beim letzten Ausbruch vor rund 1000 Jahren entstand eine ein kleiner Lavastrom an der Ostflanke.


Der Mount St. Helens

ist ein aktiver Vulkan im Skamania County im Süden des US-Bundesstaates Washington. Der Mount St. Helens weist wie alle Vulkane des pazifischen Feuerrings eine besonders große Explosionsenergie auf. Der Ausbruch des Mount St. Helens vom 18. Mai 1980 ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte Ausbruch. Seit 1857 galt der Mount St. Helens als ruhender Vulkan, brach aber am18. Mai 1980 nach Tagelangen Erdbeben aus. Der Vulkanologe David A. Johnston und weitere 64 Personen hielten sich zum Zeitpunkt der Eruption in der Gefahrenzone auf, darunter Holzfäller, Camper und Wanderer. Johnston eingeschlossen, starben 57 Menschen bei diesem Ausbruch.

Der Ausbruch

des Mount St. Helens im Süden des US-Bundesstaates Washington am 18. Mai 1980 war einer der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts. In geringer Tiefe unterhalb des Mount St. Helens eindringendes Magma verursachte eine Auswölbung und ein Netz von Rissen auf der Nordseite des Berges was bereits vor dem eigentlichen Ausbruch eine Serie von Erdbeben und explosionsartigen Dampfaustritten bewirkte. Am 18. Mai 1980 rutschte infolge eines solchen Erdbebens um 8:32 Uhr die gesamte Nordflanke des Berges lawinenartig ab. Hierdurch wurde das mit Gas und komprimiertem Dampf angereicherte Magma des Vulkans plötzlich einem stark verringerten Umgebungsdruck ausgesetzt. Die Folge war die Freisetzung eines pyroklastischen Stroms , einem Gemisch aus gasreichen, flüssigen Magmas , der sich schnell in Richtung des nahegelegenen Spirit Lake bewegte, um die Gerölllawine binnen kürzester Zeit zu überholen und verheerende Schäden zu verursachen. Mit 1,5 km3 ausgeworfenem Material und einem Wert von 5 auf dem Vulkanexplosivitätsindex war dieser Ausbruch größer als der des kalifornischen Lassen Peak 1915, reicht jedoch nicht an jenen des Novarupta in Alaska 1912 heran, die stärkste jemals in den Vereinigten Staaten verzeichnete Eruption. Die beim Ausbruch entstandene und hoch in die Atmosphäre emporgestiegene Säule aus Vulkanasche verteilte sich über elf US-Bundesstaaten.

Der Mount Hood

ist ein Stratovulkan und liegt etwa 70 km östlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon. Mit 3425 m ist er der höchste Berg in Oregon und der vierthöchste der Kaskadenkette. Er liegt an der Grenze zwischen den Countys Clackamas und Hood River.

Mount Hood ist das Zentrum des Mount Hood National Forest, große Teile des Berges sind unter dem Namen Mount Hood Wilderness als Wilderness Area, der strengsten Klasse von Naturschutz-gebieten in den USA, ausgewiesen. Benannt ist der Berg nach dem britischem Admiral Lord Samuel Hood. In den letzten 15.000 Jahren wies Mount Hood vier Eruptionsperioden auf. Die letzte, als Old Maid eruptive period bezeichnete Phase fand zwischen 1740 und längstens 1810 statt.

Der Crater Lake

ist ein Kratersee des Vulkans Mount Mazama im Süden des Bundesstaates Oregon in den Vereinigten Staaten. Crater Lake ist das zentrale Objekt des Crater-Lake-Nationalparks und zeichnet sich durch seine ungewöhnlich tiefblaue Farbe aus. Der See entstand durch die Füllung der Caldera mit Regenwasser. Die Wasseroberfläche liegt 1883 m ü.d.M. und hat eine Fläche von 53 km². Die Uferlänge misst 35 km und der See ist am tiefsten Punkt 594 Meter tief.

Die Eruption

die den heutigen Crater Lake schuf fand vor etwa 7700 Jahren statt und erreichte einen Wert von 7 auf dem Vulkanexplosivitätsindex und hatte einen Materialausstoß von 150 km³. Zum Vergleich die Eruption des Mount St. Helens hatte einen Materialauswurf von nur 1,5 km³ Diese Eruption war so gewaltig, dass der Dom des Vulkans einbrach und die heutige Caldera formte. Cirka 224 Millionen Tonnen an Asche gelangte in die Atmosphäre und sorgten auf der Nordhalbkugel für einen Temperaturrückgang um 1 °C. 

Es folgten weitere Eruptionen, die zum Beispiel die zentrale Plattform, Wizard Island, Merriam Cone und andere Erhebungen im See formten. Die thermale Aktivität am Boden des Sees ist ein Hinweis auf einen möglichen nochmaligen Ausbruch des Vulkans. Es gibt zwei Inseln: Wizard Island und Phantom Ship Island, Wizard Island hat eine Höhe von 230 m und ist ein kleiner Vulkan, der etwa 4600 v. Chr. entstand. Der Merriam Cone ist eine Erhebung unterhalb der Wasseroberfläche.

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Kommentare: 1
  • #1

    ursuvo (Dienstag, 16 Dezember 2014 18:49)

    Hallo Ihr Beiden,
    Eure schönen Bilder zum interessanten Bericht haben Erinnerungen an Reisen vergangener Jahre in diese Gegenden geweckt.Danke!!
    Viele Grüße - Ursula