Thailand: Koh Chang, Insel im Mu Koh Chang Marine Nationalpark

Nach drei Tagen in Bangkok wissen wir, so richtig reiselustig sind wir noch nicht. Wir wollen über Weihnachten und Neujahr mal wieder richtig faul sein. Kurzentschlossen fahren wir mit einem Sammeltaxi auf unsere Lieblingsinsel Koh Chang. Morgens um 10:00 Uhr geht es los, Abiramy holt uns am Bella Bella Riverview Guesthouse in der Nähe der Khaosan Road ab und bringt uns für 600 Bath pro Person in 7 Stunden sicher zu unserem Long Stay Resort an den Klong Prao Beach. 

Der Klong Prao Beach

Unser Bungalow am Klong Prao Beach
Unser Bungalow am Klong Prao Beach

1999 haben wir noch am White Sand Beach gewohnt. Heute bevorzugen wir den ruhigen Klong Phrao Beach der durch die die beiden Flüsse Klong Plu im Norden und Klong Prao weiter im Süden in drei Teile unterteilt wird. Die Nördlichen und Südlichen Strandabschnitte sind mit jeweils ungefähr einem Kilometer sehr überschaubar. Am knapp zwei Kilometer langen mittleren Strandabschnitt auf der Landzunge zwischen offenem Meer und dem Klong Plu befindet sich unser Long Stay Resort.

Von unserer Terasse schauen wir auf den Klong Plu
Von unserer Terasse schauen wir auf den Klong Plu

Den Bungalow am Klong Prao Beach haben wir nur für einen Monat bis zum 24. Dezember gemietet. Leider wurde der Bungalow ab Weihnachten richtig teuer, aber ganz im Norden der Insel haben wir für 18000 Bath (460 EURO) im Monat einen schönen Bungalow gefunden.

Unser Bungalow ab dem 24. Dezember 2015

Ab dem 24. Dezember 2014, unser Bungalow nur wenige Meter neben dem Dschungel.
Ab dem 24. Dezember 2014, unser Bungalow nur wenige Meter neben dem Dschungel.

Er hat nur einen Nachteil, jeden Morgen pünktlich um 7:00 Uhr werden wir von wilden Affen geweckt. Diese munteren Gesellen sehen zwar lustig aus, sind aber unberechenbar und gefährlich.  

Der White Sand Beach

Nördlicher Teil des White Sand Beach
Nördlicher Teil des White Sand Beach

Der etwa zwei Kilometer lange White Sand Beach an der Westküste von Koh Chang bildet zusammen mit dem Dorf Baan Haad Sai Kao das Inselzentrum. Vor allem im mittleren und südlichen Teil des Strandes stehen die Bungalows relativ dicht beieinander. Wer gern ausgeht, Bars und Discotheken besucht, ist hier richtig. Schwimmen ist an dem feinen, mit Palmen und Kasuarinen gesäumten Sandstrand sowohl bei Ebbe als auch bei Flut möglich. Bei Ebbe verbreitert sich der Strand merklich und lädt zu Strandwanderungen ein. An der nahe gelegenen Hauptstraße bietet sich am Abend ein Bummel durch die Geschäfte an.

Im nördlichen Teil des White Sand Beach erinnern uns noch ein paar Strandhäuser an 1999
Im nördlichen Teil des White Sand Beach erinnern uns noch ein paar Strandhäuser an 1999

Inselrundfahrt

1999 gab es nur eine sehr schmale Straße an der Westküste von Koh Chang. Dieser bessere Feldweg führte dann auch nur bis hinter den White Sand Beach, danach gab es nur noch Dschungelpiste. Mittlerweile umrundet eine wunderbare Straße fast das ganze Eiland und auch die weitere Infrastruktur wurde stark ausgebaut. Daher können wir dieses mal fast die ganze Insel mit unserem Roller erkunden und natürlich machen wir fast jeden Tag herrliche Ausflüge.

Da Koh Chang im Meeresnationalpark liegt, hat die Insel auf der viel von ihrer ursprünglichen Charme bewahrt. Es gibt kilometerlange Bilderbuchstrände mit spektakulären Sonnenuntergängen. Es gibt bezaubernde Wasserfälle und einzigartige Mangrovenwälder. Die Insel besteht zu 75 Prozent aus dichtem, tropischen Dschungel. Bemerkenswert sind auch die Berge. Diese ragen bis zu 700 m hoch auf und sind oft in Wolken gehüllt. Rund um Koh Chang und seinen Nachbarinseln finden Schnorchler und Taucher eine exotische Unterwasserwelt und gut erhaltene Korallenriffe. Um die Strände an der Westküste zu erreichen, geht es aber erst einmal über Serpentinen durch die Berge. Dann erhascht man endlich einen fantastischen Blick auf die Strände.

Die schönsten Strände auf Koh Chang liegen an der Westküste. Im mittleren Abschnitt befinden sich die beiden beliebten Urlaubsstrände Haad Khlong Phrao und Haad Kai Bae. Weiter südlich liegt der Tha Nam Beach (auch Lonely Beach). Hier halten sich hauptsächlich Rucksackreisende auf. Am Strand gibt es eine Reihe preiswerter Unterkünfte, darunter auch Baumhäuser.

Die Ostküste der Insel ist nur spärlich bewohnt, deshalb richtet sich unser Augenmerk auch mehr auf diesen Teil von Koh Chang. Kleine Dörfer wechseln sich mit Kautschuk-, Kokosnuss-und Bananen Plantagen, Garnelenfarmen sowie Regenwald ab. In der südlichen Region der Ostküste befindet sich Salak Khok. Es gibt ein Mangrovengebiet, das zu Fuß ausgekundschaftet werden kann. Leider führt die Straße nicht weiter um das südliche Ende der Insel. Dazu fehlen noch rund sieben Kilometer.

Statt nun den direkten Weg zurückzufahren, lohnt sich ein Abstecher auf die südliche Halbinsel. Vom Khao Kong Berg hat der Betrachter eine großartige Aussicht auf das Meer und den Regenwald. Wer diese große Insel wirklich kennen lernen möchte, sollte das mit einem Motorrad machen, nur so hat man die Chance die Schönheiten dieser wunderschönen Insel zu entdecken.

Wat Salek Phet

Am Ortseingang des Fischerdorfes Salak Phet befindet sich der alte Tempel Wat Salak Phet. Der Tempel von König Rama V erbaut. Rama V. war von 1868 bis 1910 König von Siam und lies den Tempel nach einem Besuch auf der Insel errichten. Der Tempel wird regelmäßig von den Inselbewohnern besucht um hier zu beten. Der Ort Salak Phet ist das älteste Dorf auf der Insel und befindet sich an der Südostspitze von Koh Chang.

Ach fast hätten wir es vergessen, wir müssen noch mal nach Koh Chang unser Kochkurs bei Air wartet auf uns.

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Kommentare: 2
  • #1

    Beate (Dienstag, 22 Dezember 2015 19:44)

    Hallo Ihr Zwei,
    bei Euren Schilderungen und den Fotos kommt man so richtig in Weihnachtsstimmung ;-))
    … und so wünsche ich Euch denn jetzt auch ein schönes, friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2016. Ich bin gespannt, wohin Euch Eure Abenteuerlust und die Neugier auf die Welt weitertreiben werden.
    Liebe Grüße, Beate

  • #2

    Erich Diestelmann (Freitag, 01 Januar 2016 03:27)

    Liebe Familie Schriddels,
    seit drei Jahren besuche ich eure Webseite regelmäßig. Ich bin kein neidischer Mensch aber so langsam muss es doch mal gut sein, bekommt Ihr den Hals denn nie voll.
    Die drei Jahre müssen ein Traum gewesen sein, lasst es weiter krachen, ich werde euch weiter neidvoll begleiten. Ein schönes Reisejahr 2016 wünscht euch
    Erich Diestelmann