Botswana: Der Chobe Nationalpark, oh wie schön ist Afrika

Morgens fahren wir die 130 Kilometer von Katima Mulilo in Namibia nach Kasane, dem Tor zum Chobe National Park. Bei Kurt dem Inhaber der Caprivi Houseboat Safaris’ Lodge  haben wir ein kleines Abenteuer  gebucht. Drei Tage erkunden wir mit einem Hausboot den Chobe Nationalpark. Die Nächte verbringen wir im Park und schlafen auf dem Dach unseres Bootes.

Der Chobe Nationalpark, oh wie schön ist Afrika 1. Tag

In Kasane am Ufer des Chobe River wartet schon Iven mit seinem Boot auf uns. Wir nehmen noch Proviant, Wasser und Treibstoff auf und dann geht es auch schon los.

Der Chobe National Park wurde schon 1960 gegründet und liegt mit seinen ca. 11.000 Quadratkilometer südlich des Chobe Flusses. Das gesamte Parkgebiet ist flach und sehr sandig, zum Teil sumpfig. Die Wildkonzentration im Chobe Park ist immens. 

Kein anderes Naturschutzgebiet im südlichen Afrika hat einen ähnlich hohen Wildbestand. Allein 80.000 Elefanten leben im Park und wir sehen mehr Weiskopfadler als in Nordamerika.

Die beste Reisezeit ist die trockene Jahreszeit also zwischen April und Oktober. Besonders der nördliche Teil entlang des Chobe Rivers ist Überschwemmungszone und während der Regenzeit schwer zugänglich. Dies gilt auch für die Savuti Sümpfe im westlichen Teil des Parkgebiets. Der Süden ist deutlich trockener. Hier überwiegt eine Savannenlandschaft.

Abends um 6:00 Uhr erreichen wir unseren 1. Übernachtungsplatz und ganz, ganz spät bekommen wir Besuch und sagen gute Nacht zu unseren tierischen Nachbarn.

Der Chobe Nationalpark, oh wie schön ist Afrika 2. Tag

Am Morgen haben wir neue Nachbarn, Kavango-Fischer holen mit einem Einbaum (Mokoro) auf dem Chobe Fluss, ihr am Abend ausgelegtes Netz ein.

Die Kavango sind eine Gemeinschaft von rund 200.000 Menschen die sich auf fünf Volksstämme verteilen und ursprünglich aus Ostafrika stammen. Die Geschichte der Kavango ist zu großen Teilen noch unerforscht. Seit dem 16. Jahrhundert leben sie beidseitig der heute zwischen Angola, Namibia und Botswana verlaufenden Grenzflüsse Okavango und Chobe.

Nach unserer ersten Nacht auf dem Dach unseres Hausbootes bereitet uns Iven ein Frühstück zu. Nach Speck mit Spiegeleiern geht es wieder raus auf den Chobe River.

Elefanten sind die größten noch lebenden Landtiere. Schon bei der Geburt wiegt ein Kalb bis zu 100 Kilogramm. Die Tragzeit ist mit 20 bis 22 Monaten die längste aller Landsäugetiere. Ein Elefant wiegt im Durchschnitt zwischen 2 und 5 Tonnen und erreicht eine Größe von bis zu 4 Metern. Das größte Exemplar war ein am 4. April 1978 im Damaraland (Namibia) erlegter Bulle, 4,21 Meter groß und 10,39 Meter lang.

Elefanten sind Pflanzenfresser und ernähren sich vor allem von Gräsern und Blättern, fressen bei Nahrungsknappheit aber auch Äste und sogar Dornbüsche. Pro Tag fressen sie in 16 Stunden etwa 200 Kilogramm Gras, Früchte, Wurzeln, Zweige und Rinde. Der Rüssel ist bei der Nahrungs-aufnahme als Greiforgan enorm nützlich. Mit dem fingerartigen Fortsatz sind sie sehr geschickt und können sogar einzelne Halme und Gräser aufnehmen.

Und schon wieder neigt sich ein traumhafter Tag dem Ende zu, aber wir freuen uns auch auf die Nächte mit einem Sternhimmel wie wir ihn selten gesehen haben und mit Geräuschen wie wir noch nie welche gehört haben.

Der Chobe Nationalpark, oh wie schön ist Afrika 3. Tag

Eine Infrastruktur im Chobe Park ist eigentlich nicht vorhanden. Fast alle Wege durch das Parkgebiet sind rau und sandig und sind nur mit Geländewagen zu befahren und so sind wir froh den Park mit unserem Hausboot zu erkunden. 

Die drei Tage auf dem Chobe River werden wir nie vergessen, Lagerfeuer-Romantik, Wildtiere, Geräusche, Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und Nächte wie wir noch nie welche erlebt haben. Wir sagen Danke Iven, danke das wir all das erleben durften! Oh wie schön ist Afrika!

Wenn sie diesen wunderschönen Park besuchen möchten lautet unser Tipp: Erkundet den Park mit mit einem Hausboot der Caprivi Houseboat Safaris’ Lodge.  Iven der Bootsführer zeigt euch den Sambesi und den den Chobe River, es lohnt sich.

5 Kommentare